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Weiße Gehörnte Heidschnucken
von der Schnuckenschäferei Böving

Wie alles begann



Womit alles begann:

Die Geburt unseres derzeitigen Leitschafes Namens "Baby" 



Angefangen hat alles mit einem Muttertier (siehe oben) und einem Bocklamm, die eigentlich zum Schlachten gedacht waren. Da das Muttertier trächtig war, wurde es zu seinem und unserem Glück (noch) nicht geschlachtet. Das am 05.04.03 geborene Aulamm (siehe oben) ist heute das Leittier unserer Herde.

Als wir dann 82ar Industriebrache kostenlos zur Verfügung gestellt bekamen, war das der Anfang unserer Schnuckenhaltung (von Zucht konnte man zum damaligen Zeitpunkt ja noch nicht reden).

Da nun aber die beiden Jungtiere (das Mutterschaf ist dann doch seiner Bestimmung nachgekommen) mit der Fläche überfordert waren, sind 2 weitere Mädels dazu gekommen:


                                                                                                           
                                             

Diese beiden, das Lamm und der Bock (der Bruder des Lammes, den wir mit der Mutter gekauft hatten) waren damit unsere erste kleine Schnuckenherde, die sich im nächsten Jahr durch 3 Lämmer (von den gekauften Schnucken) vergrößerte. Da nun 1 Schwester und 3 Töchter des Bockes da waren, musste der weg und ein neuer her, damit keine Inzucht entstand.
Und so wuchs die Herde dann Jahr für Jahr und fand ihren Standard in ca. 10 - 15 Muttertiere, die dann auf knapp 2 ha Weide standen (die 82ar waren natürlich irgendwann zu klein).

Nun sind wir im Herbst 2009 ins Emsland gezogen und wer das Emsland in der Gegend rund um Haren kennt, kann sich vorstellen, dass wir ein Problem hatten. Alles, was an Land vorhanden ist, ist entweder Acker oder Pferdeweide. Entsprechend hoch sind auch die Pachtpreise!

Alles änderte sich nach einem Anruf zur rechten Zeit beim Landkreis Emsland im August 2010. Dort wurde ich gleich zur zuständigen Dame für den Naturschutz durchgestellt, die mich freudig begrüßte. Denn im Vorjahr hat sich eine Schäferin, die bis dahin mit ihren Schafen die Naturschutzgebiete (Heide und Niederbeeren) pflegte, abgemeldet.
So sind wir dann quasi von heute auf morgen von 2 ha auf 13,5 ha Weidefläche gekommen - und das mit aktuell 12 Mutterschafen und 6 Mutterlämmern! Bei weitem nicht genug.

Da wir nun extrem aufstocken mussten, haben wir gleich beschlossen, anstelle von grauen oder "bunten" Schnucken für eine Gebrauchsherde sofort weiße Mutterlämmer zu kaufen, um eine neue Herde für die Herdbuchzucht der Weißen Gehörnten Heidschnucke aufzubauen.



Nun lagen diese Naturschutzgebiete ein ganzes Stück von unserem Wohnort entfernt und es hat doch immer recht viel Zeit in Anspruch genommen, hin zu fahren, um zu kontrollieren, umzuweiden, zu pflegen etc. 

Ein weiterer Anruf, dieses Mal bei der Stadt Haren, war wiederum erfolgreich in der Richtung, dass wir ein Stück des Flutmuldendeichs zur Beweidung bekommen konnten. Erst mal nur ein kleines Stück, das abgelegendste, weil man schlechte Erfahrung mit Schafen gemacht hatte. Aber schnell wurden unsere Weidegründe ausgedehnt, könnten wir noch hier und da? So haben unsere Schafe bald alle Deichflächen der Stadt am östlichen Ufer der Ems und rund um die Flutmulde eingenommen.
 
Auch das Wasser- und Schifffahrtsamt fragte nach der Pflege eines Stückes Deichvorland, welches wir aber bald wieder abgeben mussten. Doch kamen dann wieder eine ehemalige Pferdeweide direkt an der Ems und die Deiche des Mersbaches dazu. 


                                                                                
                                 

Natürlich ist dann auch die Anzahl der Schafe entsprechend der Fläche gewachsen! Unseren unsprünglichen Bestand von 12 Mutterschafen, die wir ins Emsland mitgebracht haben, haben wir inzwischen annähernd verzehnfachen müssen, was aber wieder der
Zucht der Weißen Gehörnten Heidschnucke nur zugute kommt!