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Weiße Gehörnte Heidschnucken
von der Schnuckenschäferei Böving

Weidegründe

Seit Ende Mai 2011 haben wir die Flutmulden- und Hochwasserdeiche der Ems im Stadtgebiet Haren beweidet. Diese wurde in den Vorjahren nur ein mal im Jahr gemäht, was für Deiche im Grunde suboptimal ist, da sich keine vernünftige feste Grasnarbe bilden kann und der Deich auch icht gefestigt wird. "Schafe gehören auf den Deich!" dachten sich auch die zuständigen Mitarbeiter der Stadt Haren und überließen uns erfreut einen Teil des Flutmuldendeiches.


Nach und nach kamen aufgrund der positiven Resonanz weiter Flächen dazu, auch direkt an der Ems, sodass wir bald das gesamte Ostufer der Ems im Bereich der Stadt Haren zur Beweidung hatten.

                                                          

Leider ergab es sich, dass der Bestand an Jakobskreuzkraut (JKK), den wir über Jahre zu reduzieren versuchten, sich immer weiter ausbreitete und wir irgendwann nicht mehr dagegen an kamen.

Dieses hübsche Blümchen ist leider Leber schädigend und während Rinder und Pferde meist drum herum fressen, finden unsere Schafe es anscheinend äußerst schmackhaft, was zur Folge hatte, dass bei einigen, vor allem älteren Tieren, die Leber geschädigt wurde und die Schafe erkrankten. Teilweise verstarben leider einige der älteren Tiere, ohne, dass eine Therapie angeschlagen ist, teilweise leben einige mit sichtbarem Krankheitsbild noch. Die Lämmer haben im Jahr 2016 zum Teil das Wachstum nach Beweidung einer - wie sich im Nachhinein heraus stellte - stark mit JKK durchseuchten Fläche weitestgehend eingestellt.

Da die Gesundheit unserer Tiere unser Hauptanliegen ist, mussten wir uns schweren Herzens nach neuen Weidegründen umsehen. Zufällig wurde uns dann gerade im Frühjahr 2017 ein Teil der "Meppener Kuhweide" angeboten. Ein alter Hutewald mit dem Charakter einer Wacholderheide, welcher nun zu unerer Hauptweide wurde.




Hierfür wurde dann auch der Einsatz unserer Ziegen nötig, welche dann Ende April 2017 unsere Heidschnuckenherde ergänzten.